Podcast "Gewalt gegenüber Kindern": Der St. Elisabeth-Verein im Interview mit der Medizinischen Kinderschutzhotline
Bertram Kasper vom St. Elisabeth-Verein Marburg führte mit unserer Beraterin Barbara Holzmann und unserer Sozialpädagogin Samja Schäfer ein Interview zum Thema "Gewalt gegenüber Kindern". Der St. Elisabeth-Verein Marburg produziert seit April 2020 den
Podcast Pflegefamilien in Deutschland.
Wenn Sie mehr über unsere Arbeit und das Thema "Gewalt gegenüber Kindern" erfahren möchten, klicken Sie hier.
NACOA Deutschland: Interview mit der Medizinischen Kinderschutzhotline
Stephan Kosch von NACOA Deutschland hat mit unserer Beraterin Sonja Aslan und unserer Sozialpädagogin Samja Schäfer ein Interview zum Thema "Hilfe bei Verdacht auf Gewalt gegen Kinder" geführt. Das Interview können Sie hier ansehen.
NACOA Deutschland ist die Interessenvertretung für die Kinder in Deutschland, die in ihren Familien unter Alkohol- oder Drogenkrankheit bzw. nicht-stofflichen
Süchten seitens Ihrer Eltern leiden. NACOA vertritt den Standpunkt, dass keines der verletzlichen Kinder in Isolation und ohne Unterstützung aufwachsen sollte. Weiter Informationen zu NACOA Deutschland finden Sie hier.
Pressemitteilung: Erweiterung der Zielgruppen und Verlängerung bis 2024
Die Medizinische Kinderschutzhotline wird vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) weiter gefördert bis einschließlich Dezember 2024. Zudem wird das Beratungsangebot auf Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe
sowie Familiengerichte ausgeweitet.
WHO: Die Medizinische Kinderschutzhotline als Positivbeispiel im Kinderschutz
In ihrem Bericht (Sethi et al., 2018) zum Fortschritt der Umsetzung des "WHO European child maltreatment prevention
action plan 2015 – 2020" lobt die WHO die Einrichtung der Medizinischen Kinderschutzhotline als Positivbeispiel (siehe Box 12.). Im Zuge des "World Day for the Prevention of Child Abuse" wurde die Medizinische Kinderschutzhotline von der
WHO noch einmal im Speziellen vorgestellt und als nationale „success story“, also „nationale Erfolgsgeschichte“ bezeichnet.
Zusammen mit der Feedbackschleife, indem schwierige Fälle, die an der Hotline beraten werden und von Mitarbeitenden der Hotline in Fachpublikationen und für den E-Learningkurs aufgearbeitet werden, stellt
dies einen wichtigen Ansatzpunkt zur Verbesserung des Kinderschutzes in Deutschland dar, während der fortschritt insgesamt in Deutschland eher kritisch zu sehen ist (Sethi et al., 2018, S. 72).
E-Learning Programm: Kinderschutz in der Medizin
Kindesmisshandlung ist in Deutschland ein relativ häufig vorkommendes Phänomen und die Prävalenzen haben auch in den vergangenen Jahren nicht abgenommen (Witt et al. 2017). Abgeleitet aus den Häufigkeiten muss davon ausgegangen werden, dass
alle Fachkräfte aus den Heilberufen in der Kinder- und Jugendmedizin immer wieder mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen, die Misshandlung, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch erlebt haben. Zudem gehören sie oft zu den Erstansprechpartner*innen
bei Misshandlungserfahrungen und spielen im institutionellen Kinderschutz deshalb eine wichtige Rolle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht allerdings davon aus, dass 90% der Misshandlungsfälle in den Institutionen wie Kliniken oder
Praxen nicht wahrgenommen werden (Sethi et al. 2013).
Wichtig ist deshalb, dass Fachkräfte aus den Heilberufen sich zu dieser Thematik fortbilden. Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Entwicklung
und Evaluation des Online-Kurses „Kinderschutz in der Medizin – ein Grundkurs für alle Gesundheitsberufe“.
Der Kurs gibt eine Übersicht über die Epidemiologie und Diagnostik der Misshandlungsformen sowie rechtliche Regelungen. Zielgruppe
des Kursangebotes sind Ärztinnen/Ärzte, approbierte Psychotherapeut*innen, Pflegekräfte sowie Co-Therapeut*innen (z.B. Ergotherapeut*innen). Der Kurs ist medizinisch ausgerichtet, Gesundheitsfachkräfte benötigen keine weiteren Vorkenntnisse.
Der Kurs wurde von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 36 CME-Punkten zertifiziert.
Kinderschutz im Rettungsdienst: Erkennen, Bewerten, Handeln
Kinderschutz spielt in vielen Bereichen der Medizin eine Rolle, so auch im Rettungsdienst. Auch hier löst dieses Thema Stress und Handlungsunsicherheit aus. Herr Berthold von der Medizinischen Kinderschutzhotline hat dazu einen instruktiven
Artikel in der Zeitschrift Notfall + Rettungsmedizin geschrieben. Zum Download des Artikels klicken Sie hier.
Erhebliche Vernachlässigung – Relevanz für Medizin, Jugendhilfe & Familienrecht | Prof. Dr. Jörg M Fegert | Folien | Video
Somatische Folgen von Vernachlässigung | Dr. Oliver Berthold | Folien | Video
Entwicklungstrajektorien im Lebenslauf und spezifische Befunde | PD Dr. Marc Schmid | Folien |
Video
Vernachlässigung im öffentlich-rechtlichen und zivilrechtlichen Kinderschutz | Prof. Dr. Jan Kepert | Folien | Video
Fallbeispiele anhand der Schweregraddefinitionen | Dr. Sieglinde Ahne | Folien | Video
Doppeltes Risiko? Vernachlässigung und sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend | Jelena Gerke, Katrin Chauvirè-Geib | Folien | Video
Podiumsdiskussion: Neues soziales Entschädigungsrecht, Rechtsansprüche auf Traumaambulanzversorgung | Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Bianca Biwer, Prof. Dr. Sibylle Winter. Moderation: Prof. Dr. Michael Kölch |
Video
Im Folgenden finden Sie die zur Veröffentlichung freigegebenen Vorträge und Aufzeichnungen zum Download:
Begrüßung durch Bundesfamilienministerin Lisa Paus und Prof. Jörg M. Fegert | Video
Grußwort durch Kerstin Claus, Unabhängigen Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs | Video
Thematische Einführung durch Prof. Jörg M. Fegert | Folien |
Video
Fachaustausch zum Thema „Kinderschutz und Schutzkonzepte in der Behindertenhilfe“ zwischen Kerstin Claus und Prof. Jörg M. Fegert |
Video
Die Perspektive der Medizin - Misshandlung und Vernachlässigung von chronisch kranken und behinderten Kindern, Dr. Jo Ewert | Folien | Video
Die große Lösung im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz?, Prof. Wolfgang Feuerhelm | Folien |
Video
Einblicke in die Praxis – Ergebnisse aus einer qualitativen Befragung von Fachkräften der Eingliederungshilfe zu ihren Erfahrungen im
Kinderschutz, Julia Huber | Folien | Video
Blick aus der Praxis - Erfahrungen der Behindertenhilfe, Janina Bessenich | Folien | Video
Beitrag der öffentlichen Kinder-und Jugendhilfe zu einem besseren Schutz von Kindern mit Behinderung, Dr. Susanne Heynen | Folien | Video
Fragen und Antworten zum Fachtag Kinderschutz in der Verantwortungsgemeinschaft
Leider konnten am Fachtag der Medizinischen Kinderschutzhotline (04. August 2021) zum Thema „Kinderschutz in der Verantwortungsgemeinschaft“ aus zeitlichen Gründen nicht alle von den Zuschauer*innen gestellten Fragen im Rahmen der Veranstaltung beantwortet
werden. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen den Fragen-Antworten-Katalog
hier zur Verfügung.
Die Fragen wurden thematisch den einzelnen Vorträgen zugeordnet und dankenswerterweise von den jeweiligen Referent*innen beantwortet.
Umsetzung einer landesweiten niederschwelligen Versorgung am Beispiel der
Kinderschutzambulanz und dem Netzwerk ProBeweis in Niedersachsen (Frau Prof. Debertin)
Den Link zur Kinderschutzambulanz finden Sie hier. Den Link zum Netzwerk
ProBeweis finden Sie hier.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es nicht möglich alle Vorträge bereitzustellen.
Am 30.08.2017 wurde die Medizinische Kinderschutzhotline im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einem breiten Publikum von Vertreterinnen und Vertretern aus der Jugendhilfe und Medizin vorgestellt. Im Anschluss
erfolgte eine Fachdiskussion über die Möglichkeiten der Medizinischen Kinderschutzhotline.